Neues von den Mineralquellen Mels


Warum Kulturveranstaltungen gerade NICHT auf Fläschliwasser verzichten sollten

Im Rahmen des nationalen Kulturdialogs wird Kulturinstitutionen nahegelegt, künftig auf abgefülltes Mineralwasser zu verzichten und stattdessen ausschliesslich Leitungswasser anzubieten. Ziel dieser Empfehlung ist es, CO2-Emissionen, Ressourcenverbrauch und Abfall zu reduzieren. Der Fokus liegt dabei vor allem auf Verpackungen, Transportwegen und Entsorgung von Flaschen.

Auch wenn diese Empfehlungen rechtlich nicht bindend sind, entfalten sie in einer stark öffentlich finanzierten Kulturlandschaft durchaus eine richtungsweisende Wirkung. Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die tatsächlichen ökologischen Effekte und auf mögliche Nebenwirkungen eines pauschalen Verzichts.

Unsere Perspektive als Mineralquellen Mels AG

Wir unterstützen das übergeordnete Ziel ausdrücklich: Kulturveranstaltungen sollen ihren ökologischen Fussabdruck senken. Aus unserer Sicht ist jedoch ein genereller Ausschluss von Mineralwasser in Flaschen kein wirksamer (und auch kein sachgerechter) Ansatz.

Natürliches Mineralwasser ist ein streng reguliertes Naturprodukt. Es wird direkt an der Quelle abgefüllt, unbehandelt und mit konstanter Zusammensetzung. Genau diese Eigenschaften machen es transparent, sicher und verlässlich. Sowohl für Konsumentinnen und Konsumenten als auch für Veranstalter. Im Vergleich zu vielen anderen Getränken benötigt Mineralwasser weder aufwendige Verarbeitungsschritte noch Zusatzstoffe oder Kühlung während der Produktion.

Eine vom Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfachs (SVGW) in Auftrag gegebene Studie zeigt zudem klar: Der ökologische Beitrag von Trink- und Mineralwasser zur gesamten Umweltbelastung ist sehr gering. Insbesondere im Vergleich zu Mobilität, Ernährung oder Energieverbrauch. Wer ausgerechnet hier ansetzt, greift stark in individuelle Konsumentscheidungen ein, erzielt aber nur einen marginalen Umweltnutzen.

Siehe Bericht zur Studie

Warum Fläschliwasser an Kulturveranstaltungen weiterhin Sinn macht

  • Produktsicherheit und Hygiene 
    Versiegelte Flaschen garantieren eine gleichbleibend hohe mikrobiologische Qualität. Bei grossen Menschenansammlungen, Open Air Veranstaltungen, temporären Wasserleitungen oder hohen Temperaturen ist dies ein entscheidender Faktor (vergleichbar mit verpackten Lebensmitteln gegenüber offenen Buffets).
     
  • Planbare Qualität
    Natürliches Mineralwasser weist eine definierte, konstante Zusammensetzung auf. Leitungswasser hingegen kann je nach Region, Quelle und Aufbereitung stark variieren. Dies beeinflusst den Geschmack, die Mineralisierung und die Qualität.
     
  • Logistik und Sicherheit vor Ort
    Flaschen sind dort unverzichtbar, wo keine sicheren Zapfstellen vorhanden sind: in Backstage-Bereichen, bei mobilen Bühnen oder in abgelegenen Festivalzonen. Ähnlich wie bei mobilen Stromaggregaten geht es hier um Versorgungssicherheit, nicht um Bequemlichkeit.
     
  • Geringer Anteil an der Gesamtbelastung
    Im Vergleich zu An- und Abreise des Publikums, Bühnenbau, Technik, Beleuchtung oder Catering ist der ökologische Fussabdruck von Wasser verschwindend klein. Wer hier ansetzt, spart im Promillebereich, während an anderer Stelle Tonnen von CO2 eingespart werden könnten.
     
  • Krisen- und Notfallrelevanz
    Dass der Bund selbst einen Wassernotvorrat von 9 Litern pro Person im Privathaushalt empfiehlt, zeigt: Abgefülltes Wasser ist kein Luxusprodukt, sondern Teil grundlegender Versorgungssicherheit.

Wo Kulturveranstaltungen wirklich Wirkung erzielen können

Statt einzelne Produkte symbolisch auszuschliessen, sollten Massnahmen dort greifen, wo sie messbar etwas bewirken. Aus unserer Sicht sind folgende Hebel deutlich effektiver:

  • Mehrweg konsequent fördern
    Einsatz von Mehrwegbechern, Mehrweg-Transportkisten und wiederverwendbaren Gebinden, wo immer es logistisch möglich ist.​ Wir bei der Mineralquellen Mels AG bieten Produkte mit recyclebares PET als auch Mehrwegglasflaschen mit einem effizienten Transportsystem an.
     
  • Leichtere und recycelte Verpackungen nutzen
    Leichte PET-Flaschen mit hohem Recyclinganteil schneiden in Ökobilanzen sehr gut ab. Studien des Bundes zeigen, dass sie zu den umweltverträglichsten Getränkeverpackungen zählen. 
     
  • Effiziente Rücknahmesysteme 
    Klare Sammelstellen, Pfandmodelle und verständliche Beschilderung erhöhen die Recyclingquote und reduzieren Littering deutlich. Schon viele öffentliche Anlässe arbeiten hier erfolgreich mit externen Dienstleistern (Mehrwegfirmen/ Geschirrmobile/ Pfandautomaten/ ...) zusammen. 
     
  • Regionale und gebündelte Logistik
    Regionale Produkte bevorzugen, kurze Transportwege und mit energieeffizienten Fahrzeugen liefern, um Emissionen in der Logistik zu senken.
     
  • Fokus auf Energie und Mobilität 
    Der grösste Umwelthebel liegt bei Stromverbrauch und Publikumsmobilität. LED-Technik, ÖV-Kooperationen oder Sharing-Angebote haben ein Vielfaches der Wirkung im Vergleich zum Verzicht auf Wasserflaschen.
     
  • Transparente Information statt Bevormundung
    Transparente Kommunikation über Umweltmassnahmen schafft Akzeptanz. Gästen die Wahl zu lassen: Etwa zwischen Leitungswasser im Karaffensystem und regionalem Mineralwasser, fördert bewussten Konsum ohne Verbote.

Fazit: Nachhaltigkeit funktioniert nicht über Symbolpolitik, sondern über Prioritäten. Wir als Mineralquellen Mels AG setzen uns dafür ein, dass Genuss, Sicherheit und Umweltschutz gemeinsam gedacht werden und nicht gegeneinander. Kulturveranstaltungen sollten ihr grösstes Einsparpotenzial nutzen und gleichzeitig weiterhin Zugang zu hochwertigem, natürlichem Mineralwasser ermöglichen.


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